Kopfschmerzen: Wenn der Nacken den Kopf quält
Hinter vielen chronischen Kopfschmerzen steckt nicht das Gehirn – sondern die Halswirbelsäule. Was moderne Orthopädie dagegen tun kann.
Dr. Willibald Walter erklärt, wie Kopfschmerzen und Verspannungen der Halswirbelsäule zusammenhängen.
Der Kopf dröhnt, die Schmerzen ziehen vom Hinterkopf bis in die Stirn, die Hände kribbeln – und nachts ist gelegentlich die Hand taub. Viele Betroffene greifen automatisch zur Schmerztablette und befürchten das Schlimmste. Doch die häufigste Ursache solcher Beschwerden liegt nicht im Gehirn, sondern in der Halswirbelsäule (HWS) und ihrer verspannten Muskulatur.
„Stellen Sie sich einen Swimmingpool vor: Über Monate und Jahre tröpfelt es von oben herein – bis der Schmerzpool überläuft. Wer dann nur Schmerzmittel schluckt, schöpft lediglich kurz ab.“
Dr. med. Willibald Walter, ATOS orthomedis München
Verspannte Nackenmuskulatur reizt die sogenannten Okzipitalnerven, die vom Hinterkopf bis in die Stirn ziehen. Der entstehende Schmerz wirkt wie klassischer Kopfschmerz oder Migräne – ist es aber oft nicht. Typisch für den orthopädischen Kopfschmerz: Er beginnt am Hinterhaupt, breitet sich flächig zur Stirn aus, tritt meist beidseitig auf und geht selten mit Übelkeit oder Schwindel einher.
