Medizinische Fachbegriffe
für Sie erklärt
Alle wichtigen Begriffe aus der Orthopädie, Neurologie und Schmerztherapie – verständlich erklärt von unserem Expertenteam.
Alle wichtigen Begriffe aus der Orthopädie, Neurologie und Schmerztherapie – verständlich erklärt von unserem Expertenteam.
Schmerzhafte Erkrankung der Achillessehne, häufig durch Überlastung oder degenerative Veränderungen. Betroffen sind meist sportlich aktive Personen. Behandlung: Entlastung, Physiotherapie, ggf. Injektionstherapie.
Bei der Akupunktur werden mit ganz feinen sterilen Einmalnadeln gezielte Reize an bestimmten Punkten des Körpers gesetzt. Das löst Blockaden und durch eine Mehrdurchblutung kommt es zu einer Detonisierung muskulärer Verspannungen. Besonders wirksam bei Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden.
Mehr zur Behandlung →Eine Arthritis kann jedes Gelenk betreffen. Es handelt sich um eine Entzündung eines Gelenkes (mechanisch, infektiös, reaktiv oder traumatisch). Typische Symptome: Schwellung, Wärme, Rötung und Schmerz.
Arthrose entsteht durch den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels, oft bedingt durch Alter, Fehlbelastungen oder frühere Verletzungen. Die Therapie sollte zunächst konservativ und stets individuell erfolgen. Moderne Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyaluron) und die Stammzelltherapie werden eingesetzt, um den Einsatz eines künstlichen Gelenks deutlich hinauszuzögern.
Mehr zur Behandlung →Degenerative Erkrankung der kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln. Führt zu wiederkehrenden bis chronischen Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen und selten Ausstrahlungen in Arme oder Beine.
Abnahme der Höhe und des Wassergehaltes der Bandscheibe. Teil des natürlichen Alterungsprozesses, kann aber durch Fehlhaltung und Überbelastung beschleunigt werden.
Von Bandscheibenvorfall spricht man, wenn Bandscheibengewebe in den Nervenkanal austritt. 75 % der Vorfälle sind asymptomatisch (Zufallsbefunde). Bei einer Protrusion handelt es sich um eine Vorwölbung ohne Verletzung des Anulus fibrosus. In der Mehrzahl der Fälle ist eine konservative Behandlung möglich.
Häufige Ursache für Drehschwindel beim Positionswechsel. Kleine Kristalle (Otholiten) im Innenohr verschieben sich und stören das Gleichgewicht. In der Regel harmlos und durch spezielle Lagerungsmanöver schnell behebbar.
Messung der Stabilität der Hals- bzw. Lendenwirbelsäule. Durch die Isolation bestimmter Muskeln gelingt es, die Tiefenmuskulatur der Wirbelsäule zu erreichen – von großer Bedeutung für die Stabilität und verschleißarme Bewegung.
Therapeutisch eingesetzt bei Erkrankungen mit vermehrter unwillkürlicher Muskelaktivität (v. a. Dystonien) sowie bei krankhaftem Schwitzen. Wird gezielt in betroffene Muskeln oder unter die Haut injiziert.
Moderne Kältetherapie, die bei akuten Verletzungen, Schwellungen, Entzündungen und Muskelverspannungen eingesetzt wird. Wirkt schmerzlindernd und abschwellend.
Oberbegriff für Erkrankungen mit fortschreitendem Verlust geistiger Fähigkeiten. Häufigste Formen: Alzheimer, vaskuläre Demenz, Lewy-Körper-Demenz. Mittels neurologischer und neurokognitiver Untersuchungen lässt sich Art und Schweregrad bestimmen.
Verödung kleinster Nerven an den Facettengelenken. Hervorragende Therapieform nach vorheriger Austestung, um für einen längeren Zeitraum die Schmerzempfindlichkeit deutlich zu reduzieren (Schmerzarmut/Schmerzfreiheit).
Mehr zur Behandlung →Computergestützte Analyse von Statik und Gangbild. Ermöglicht die objektive Messung von Fehlstellungen, Belastungsasymmetrien und Bewegungseinschränkungen als Grundlage für die individuelle Therapieplanung.
Mehr zur Behandlung →Moderne Therapieform, die den Degenerationsprozess der Gelenke verlangsamen kann. Mittels konzentrierter Wachstumsfaktoren aus dem Blut des Patienten werden Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Gelenkknorpel angeregt. Geeignet bei Arthrose Grad I–III sowie Sportverletzungen.
Mehr zur Behandlung →Im Bereich der Bandscheiben führt die Eigenbluttherapie zu einem gesteigerten Heilungsprozess – konsekutiv wird der Wassergehalt der degenerierten Bandscheibe erhöht, die Elastizität verbessert und die Bandscheibenhöhe wiederhergestellt.
Aufbereitetes Eigenblut mit konzentrierten Wachstumsfaktoren wird in Facettengelenke, Wirbelgelenke oder um gereizte Nervenwurzeln injiziert. Fördert Regeneration, Reparation und Durchblutung.
Untersuchung der Funktion einzelner Nerven und Muskeln mittels einer kleinen Nadel im Muskelgewebe. Hilft, Nerven- oder Muskelerkrankungen zu erkennen und einzuordnen.
Messung der Nervenleitgeschwindigkeit über Hautelektroden. Beurteilt, wie gut Nerven elektrische Signale weiterleiten. Dient der Erkennung von Nervenschäden wie z. B. Polyneuropathien.
Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns über Oberflächen-Elektroden. Schmerzfrei, schnell durchführbar. Dient insbesondere der Untersuchung epileptischer Anfälle und anderer Funktionsstörungen des Gehirns.
Erkrankung des Gehirns mit wiederkehrenden unkontrollierten elektrischen Entladungen. Einzelne Anfälle stellen noch keine Epilepsie dar. Behandlung individuell nach Ursache und Schweregrad.
Bei orthopädischen Beschwerden spielt eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Fette) eine wichtige Rolle. Nahrungsergänzungsmittel werden häufig unterstützend eingesetzt.
Können bei Unfällen oder im Alltag auftreten. Erfordern zwingend eine umfangreiche Diagnostik und in der Regel konservative Stabilisierung über eine Orthese.
Entstehen durch wiederholte Überlastung der Unterarmmuskulatur. Reizungen der Sehnenansätze am Ellenbogen. Behandlung: entzündungshemmende Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyaluron) in Kombination mit Kältetherapie und ggf. Stoßwellentherapie.
Kann in der orthopädischen Therapie ergänzend eingesetzt werden, vor allem zur Unterstützung der Selbstheilung bei chronischen Schmerzen, Entzündungen oder nach Verletzungen. Sollte in ein ganzheitliches Therapiekonzept integriert sein.
Wirkstoffe zur Unterstützung der Gelenkfunktion: Hyaluronsäure verbessert die Gelenkschmierung, hemmt Entzündungen und lindert Schmerzen. Kollagen und Chitosan kommen ergänzend zur Stabilisierung und Regeneration von Sehnen, Bändern und Knorpel zum Einsatz.
Innovative biologische Methode zum Aufbau der Bandscheibe von innen. Durch Einsetzen eines Hydrogelsticks quillt dieser unter Kontakt mit dem Bandscheibenwasser auf und übernimmt die Stoßdämpferfunktion der geschädigten Bandscheibe.
Mehr zur Behandlung →Verbindet Becken und Wirbelsäule. Durch statische Belastung kann es zu Blockaden kommen. ISG-Schmerzen entstehen häufig nach Versteifungsoperationen der Lendenwirbelsäule oder bei rheumatischen Erkrankungen.
Zu 99,5 % komplikationsfrei, schonend und ambulant durchführbar. Umfasst epidurale Kathetertherapie, Hitzeverödung an Facettengelenken, Lasertherapie (PLDD) und Hydrogelsticktherapie. Eine vorherige Austestung ist für den Behandlungserfolg zwingend erforderlich.
Mehr zur Behandlung →Schmerzhafte Erkrankung durch Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette. Behandlung: entzündungshemmende Injektionstherapien, Kältetherapie, Stoßwellentherapie als ursächliche Therapie.
Häufiges Nervenkompressionssyndrom am Handgelenk. Druck auf den Nervus medianus führt zu Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schwäche in Hand und Fingern. Konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten.
Minimalinvasives Verfahren zur dauerhaften Schmerzreduktion bei Kniearthrose. Spezifische Nervenäste werden verödet, die den Schmerz vom Kniegelenk übertragen – ohne das Gelenk selbst zu beeinflussen.
Mehr zur Behandlung →Perkutane Laser-Diskus-Dekompression: minimalinvasives Verfahren zur Behandlung des Bandscheibenvorfalls. Über eine feine Nadel wird Energie in die Bandscheibe eingebracht, die Volumen reduziert und den Druck auf den Nerv lindert.
Mehr zur Behandlung →Sanfte Mobilisation und Manipulation der Wirbelsäule und Gelenke durch den Arzt. Löst Blockaden, verbessert Beweglichkeit und lindert Schmerzen – ohne Medikamente oder Eingriffe.
Erkrankung des Rückenmarks, häufig durch Einengung des Spinalkanals. Kann zu Lähmungserscheinungen, Koordinationsstörungen und Blasenproblemen führen. Erfordert zeitnahe Diagnostik.
Einklemmung oder Reizung einer Nervenwurzel – häufig durch Bandscheibenvorfall oder Arthrose. Typische Symptome: Ausstrahlende Schmerzen, Taubheit, Kribbeln in Armen oder Beinen.
Externes Hilfsmittel zur Stabilisierung, Entlastung oder Korrektur von Gelenken und der Wirbelsäule. Wird konservativ bei Frakturen, Instabilitäten und nach Operationen eingesetzt.
Erkrankung mit verminderter Knochendichte und erhöhter Frakturanfälligkeit. Frühzeitige Diagnose und Behandlung (Medikamente, Ernährung, Training) sind entscheidend für die Vorbeugung von Wirbelkörperfrakturen.
Erkrankung mehrerer Nerven, häufig durch Diabetes, Alkohol oder Autoimmunprozesse. Symptome: Kribbeln, Taubheit, Brennen oder Schwäche – meist an Händen und Füßen.
Aufbereitetes Eigenblut mit konzentrierten Wachstumsfaktoren. Wird zur Förderung der Geweberegeneration bei Arthrose, Sehnenverletzungen und Sportverletzungen eingesetzt. Minimalinvasiv und gut verträglich.
Mehr zur Behandlung →Schmerzen, die länger als 12 Wochen andauern. Ursachen: Muskelverspannungen, Bandscheibenschäden, Arthrose, psychosoziale Faktoren. Multimodales Behandlungskonzept aus Schmerztherapie, Physiotherapie und Muskelkräftigung.
Minimalinvasive Behandlung chronischer Rückenschmerzen. Über einen feinen Katheter werden schmerzlindernde Medikamente gezielt an die betroffene Nervenwurzel abgegeben. Ambulant durchführbar.
Mehr zur Behandlung →Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, häufig im Wachstumsalter. Behandlung je nach Schweregrad: Physiotherapie, Korsett, ggf. operative Korrektur.
Verengung des Wirbelkanals mit Druck auf Rückenmark oder Nervenwurzeln. Typisch: Rückenschmerzen beim Gehen mit Besserung im Sitzen (Schaufensterkrankheit). Konservative Behandlung oft wirksam.
Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke). Führt zu chronischen Rückenschmerzen, besonders morgens und bei Bewegung. Behandlung: Infiltrationstherapie, Denervierung, Muskelaufbau.
Mehr zur Behandlung →Gegeneinander-Verschiebung zweier Wirbel. Kann Nervenwurzeln einklemmen. Behandlung zunächst konservativ: Muskelkräftigung, Schmerztherapie, ggf. Infiltrationen.
Regeneratives Verfahren mit mesenchymalen Stammzellen zur Behandlung von Knorpelschäden und Arthrose. Ziel: Verlangsamung des Degenerationsprozesses und langfristige Schmerzlinderung.
Mehr zur Behandlung →Nicht-invasives Verfahren mit akustischen Druckwellen. Wirksam bei Kalkschulter, Fersensporn, Tennisarm und chronischen Sehnenerkrankungen. Stimuliert Gewebeheilung und Durchblutung.
Degenerative oder entzündliche Erkrankung von Sehnen, häufig durch Überlastung. Behandlung: Entlastung, Physiotherapie, Injektionstherapie (PRP, Kollagen), Stoßwellentherapie.
Wahrnehmung von Geräuschen (Pfeifen, Rauschen) ohne äußere Schallquelle. Kann durch HWS-Verspannungen mitverursacht werden – interdisziplinäre Abklärung empfehlenswert.
Bildgebendes Verfahren mit Schallwellen. In der Orthopädie für Sehnen, Muskeln, Bursen und Gelenke. Strahlungsfrei, direkt in der Praxis verfügbar und ideal für dynamische Untersuchungen.
Folgeerscheinung eines Kompartmentsyndroms: Muskelschäden durch Durchblutungsmangel führen zu dauerhafter Verkürzung von Unterarm und Hand. Erfordert rasche Diagnose und Behandlung.
Gezielte Injektion von Medikamenten (Kortikosteroide, Lokalanästhetika, PRP) an die betroffene Struktur – Nervenwurzel, Facettengelenk, ISG oder Epiduralraum. Hochwirksam bei korrekter Indikation und Austestung.
Reizung oder Kompression einer Nervenwurzel mit ausstrahlenden Schmerzen, Taubheit oder Schwäche entlang des Nervenverlaufs. Häufige Ursachen: Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Arthrose.